Bundesturnier Blasrohrschießen 2024 (10.11.2024)
Auch dieses Jahr fand Anfang November 2024 unter Beteiligung einiger Sportler des Sportschützenverein Unteröwisheim 1953 e.V. ein Bundesturnier im Blasrohrschießen statt. In der noch jungen Geschichte des Blasrohrsports wurde dieses Turnier erst zum dritten Male ausgetragen.
Dieses höchste nationale Blasrohr-Turnier des Deutschen Schützenbundes (DSB) ist in etwa vergleichbar mit einer Deutschen Meisterschaft. Veranstaltungsort war die Stadionsporthalle im niedersächsischen Einbeck. Im Vorfeld musste die Sportleitung des DSB aufgrund der über 900 eingegangenen Meldungen erstmals für den Blasrohrsport Limitzahlen für die verschiedenen Altersklassen einführen, da das Teilnehmerfeld aus Kapazitätsgründen auf 640 Sportlerinnen und Sportler begrenzt werden musste.
Der Blasrohrsport erfreut sich in Deutschland und Europa zunehmender Beliebtheit und ist vor allem für Kinder ein guter Einstieg in den Bogen- und Schießsport. So war das Teilnehmerfeld auch breit gefächert: Schüler, Jugendliche, Junioren, Frauen und Männer traten in insgesamt 18 Klassen an, um sich miteinander zu messen. Dies zeigt einmal mehr, dass das Blasrohrschießen in Deutschland wie auch die Kugel- und Bogendiszipline ein Sport für Jung und Alt ist. Anfänglich belächelt entdeckt man, sobald man es erst einmal ausprobiert hat, eine Sportart, die viel Spaß mit sich bringt und zugleich die Konzentration und das Lungenvolumen fördert sowie Präzision und innere Ruhe übt. Es ist einfach ein Sport für die ganze Familie, ob mit oder ohne Handicap. Sobald man eine Kerze auspusten kann, hat man schon alle Grundvoraussetzungen erfüllt, um die leicht zu erlernende Sportart auszuführen. Das Handling ist einfach. Ob im Sitzen oder im Stehen, es gibt keine Nachteile, und somit ist das Blasrohrschießen eine der fairsten und sozialsten Sportarten in dieser Zeit. Dazu ist sie auch noch kostengünstig.
Das Blasrohr selbst besteht aus einem langen, gleichmäßigen und geraden Rohr. Das Gewicht kann jeder frei wählen. Am Ende setzt man ein Mundstück aus Plastik auf, durch das die Lungenluft gestoßen wird. Das Rohrinnenmaß ist in der Regel 10mm oder 16mm groß. Die Pfeile bestehen aus Metall-, Carbon- oder Holzschäften mit einer Spitze und sind am anderen Ende mit einem Kunststoff-Konus versehen. Die Größe richtet sich nach dem Rohrinnenmaß. Visiere oder Zielhilfen am Rohr gibt es nicht und sind untersagt. Im Wettbewerb schießt man auf eine Papierauflage mit aufgedruckter Ringwertung 6-10. Das Blasrohrschießen in Deutschland ist eine noch sehr junge Disziplin. Doch es gibt schon viele weitere Ideen, diesen interessanten Sport weiter zu formen und neue Wettbewerbe zu schaffen.
Beim diesjährigen Bundesturnier trat Max Sadewasser in der Altersklasse Schüler II zum ersten Male an und sicherte sich mit einer hervorragenden Schießleistung den 1. Platz. Auch Marc Sadewasser in der Altersklasse Herren III, Katja Ohnimus und Eva-Maria Knoch in der Altersklasse Damen II und Steffen Ebert in der Altersklasse Herren II wussten zu überzeugen und erreichten gute Platzierungen.
An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an die Teilnehmer und weiterhin viel Erfolg bei den anstehenden Wettkämpfen.